glücklich?

-Vorsicht! An Leute die sich ritzen, oder geritzt haben, dieser Beitrag könnte TRIGGERN!- Da ist etwas. Etwas, das mich einengt. Mir die Luft nimmt. Mich steuert, mir Worte in den Mund legt, mich zwingt, Dinge zu tun. Etwas, das eigentlich nichts ist, das niemand bemerkt, was aber doch da ist, immer und überall. Es lässt mich die Menschen verletzen, die mir am nächsten sind. Es lässt mich mich selbst verletzen. Manchmal wird es kleiner, manchmal scheint es für einen ganz kurzen Augenblick weg zu sein und kommt dann größer wieder zurück. Es ist ganz still und doch schreit es mich ungeheuer laut an. Es beleidigt mich, es lässt mich mich schlecht fühlen. Und wenn es so schlimm ist, dass ich denke, es würde gar nicht mehr gehen, wenn es mich zerreist und runterzieht, dann hilft nichts besser als eine Klinge. Eines der schönsten und befreiendsten Gefühle, die ich kenne. Laut weinen, leise Musik, die spielt, ich bekomme eine Gänsehaut wenn ich die Klinge in der Hand halte. Sie ist da, wenn alle gehen. Sie versteht mich dann, wenn keiner es tut. Ich bin so wütend, ich will schreien, ich will weinen, ich will um mich schlagen. Ich setze an meinem Oberschenkel an, die Unterarme sind schon zu voll mit Narben. Langsam lass ich sie über meine Haut gleiten, immer fester drücke ich zu. Die ersten Bluttropfen bilden sich, mir läuft ein kalter Schauer nach dem anderen über den Rücken. Ein Schnitt folgt dem anderen, immer schneller, immer tiefer. Unter Tränen muss ich lächeln. Ich sehe dem Blut zu, wie es mein Bein hinunterrinnt. Mir ist warm, ein gutes Gefühl macht sich in mir breit, ich bin glücklich. Ganz vergessen sind die anderen, ganz klein wirken meine Probleme. Diese Nacht soll unendlich sein.

28.4.15 20:37

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