Verloren & Unorientiert

Ich liege auf dem Rücken in meinem Bett. Bin schon wieder aufgewacht, kann schon wieder nicht einschlafen. Mein Kopf leer. Und doch diese Unruhe in mir. Irgendetwas nagt an mir, zerreist mich. Ich höre nichts und doch alles. Die Zeit scheint unendlich, alles nicht ganz real. Das ist meine Zeit. Dunkelheit. Verborgenheit. das Intensive Gefühl allein zu sein. Stille. Gedanken treiben lassen. Jetzt kann ich in mich gehen, die letzten Tage Revue passieren lassen. Draußen wird es heller, die Uhr zeigt halb 6 an. Ich will dass sie still steht, dieser Moment unendlich bleibt. Bald muss ich aufstehen, mich fertig machen, den Alltag leben, funktionieren, mich mit Leuten unterhalten, Kochen, Putzen, dem Stress standhalten. Leben. Das alles macht mich fertig. Wohin führt es? Wozu tue ich das alles? Was bringt mir die Zukunft? .. Habe ich eine Zukunft? Alles kommt mir so sinnlos vor, ich finde niemanden, den meine Gedanken interessieren. Ich fange an mit mir selbst zu sprechen. Ich starre auf die Decke und schütte ihr flüsternd mein Herz aus bis ich zu weinen beginne. Schluchzend drehe ich mich zur Seite, verberge meine Augen im Kissen, spüre meinen heißen Atem, der den Stoff erwärmt. Noch eine halbe Stunde schlafen, weg sein, bis ich dann den Tag überleben muss.

7.4.15 21:40

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