oberflächlich &' anzüglich

Geht es wirklich nur noch ums Aussehen?

Willst du wen mit schönem Aussehen oder jemanden, der dich versteht?
Willst du wen mit einem trainierten Körper oder jemanden, der da ist, wenn es dir am schlechtesten geht?
Willst du wen mit schönen Augen oder jemanden, der dich immer wieder zum Lachen bringen kann?
Willst du wen mit vollen Lippen oder jemanden, der respektvoll mit dir umgeht?
Willst du wen mit einem tollen Lächeln, oder jemanden, der deine Fehler akzeptiert?
Willst du wen mit schönen Haaren oder jemanden, mit dem du dich stundenlang unterhalten kannst?

Schließlich ist jeder auf seine Art und Weise wunderschön. Ein Lächeln ist viel schöner als ein perfektes Make up. Eine nette Ausstrahlung ist viel mehr wert, als gutes Aussehen.
Denk mal an die Menschen, die dir wichtig sind. Liebst du deine Mutter wegen ihrer schönen Nase? Oder deinen besten Freund, weil er so sportlich ist? Oder findest du deine Arbeitskollegin so toll, weil sie schöne Beine hat oder nicht doch eher weil sie immer so freundlich und zuvorkommend ist?

Ich kann es nicht nachvollziehen, wieso niemand mehr den Charakter von den Leuten kennen lernen möchte. Wenn man als junge Frau jemanden kennen lernt, ist deine Körbchengröße wichtiger als dein Name.
Natürlich ist Sex etwas schönes, aber es gibt doch immer noch andere Gesprächsthemen als persönliche Vorlieben?

"Lieber schön und scheisse als hässlich und nett", ist das Motto der heutigen Zeit.

9.4.15 21:31, kommentieren

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Verloren & Unorientiert

Ich liege auf dem Rücken in meinem Bett. Bin schon wieder aufgewacht, kann schon wieder nicht einschlafen. Mein Kopf leer. Und doch diese Unruhe in mir. Irgendetwas nagt an mir, zerreist mich. Ich höre nichts und doch alles. Die Zeit scheint unendlich, alles nicht ganz real. Das ist meine Zeit. Dunkelheit. Verborgenheit. das Intensive Gefühl allein zu sein. Stille. Gedanken treiben lassen. Jetzt kann ich in mich gehen, die letzten Tage Revue passieren lassen. Draußen wird es heller, die Uhr zeigt halb 6 an. Ich will dass sie still steht, dieser Moment unendlich bleibt. Bald muss ich aufstehen, mich fertig machen, den Alltag leben, funktionieren, mich mit Leuten unterhalten, Kochen, Putzen, dem Stress standhalten. Leben. Das alles macht mich fertig. Wohin führt es? Wozu tue ich das alles? Was bringt mir die Zukunft? .. Habe ich eine Zukunft? Alles kommt mir so sinnlos vor, ich finde niemanden, den meine Gedanken interessieren. Ich fange an mit mir selbst zu sprechen. Ich starre auf die Decke und schütte ihr flüsternd mein Herz aus bis ich zu weinen beginne. Schluchzend drehe ich mich zur Seite, verberge meine Augen im Kissen, spüre meinen heißen Atem, der den Stoff erwärmt. Noch eine halbe Stunde schlafen, weg sein, bis ich dann den Tag überleben muss.

7.4.15 21:40, kommentieren